Zweckbestimmung
des Produktes und Handlungsrahmen
Das als Mykorrhizapilz-Inokulum
bezeichnete Produkt ist ein Bodenhilfsstoff, mit dem natürliche Lebensgemeinschaften
in Kultur befindlicher Nutzpflanzen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen
herbeigeführt werden
Kennzeichnung
des Inhaltes
(Mykorrhizapilz-Artnamen, Linie und Chargennummer)
Das vorliegende Inokulum aus der Produktionscharge
IFP 1/99 des Institutes für Pflanzenkultur enthält Mycel und Sporen der
Gattung Glomus.
Hinweis auf eventuelle Pathogenbelastung
des Substrates
Das Inokulum enthält neben arbuskulären
Mykorrhizapilzen Vertreter allgemein vorkommender Rhizosphären- und Bodenpilze
bzw. -bakterien, die z.T. notwendig sind für das Auskeimen der Mykorrhizapilze.
Das Inokulum rief in Bioassays (Keimtest, Pathogenitätstest) keinerlei
negative Reaktionen der Testpflanzen, Schäden oder Läsionen hervor.
Hinweis auf Wirksamkeit im Standardtest
Bei Verdünnung des Inokulums mit dem
zehnfachen Volumen Einheitserde, Typ P, lag nach 21 Tagen Testdauer
unter Standardbedingungen (15 °C/21 °C; 6 ppm P in Bodenlösung, pH
5,3; Licht von Natriumdampflampen 500 µmol m-2
. s-1 für
12 h/d; 500 ml Topfvolumen; Inokulation nach homogener Vermischung)
eine Mykorrhizierung der Testpflanze Phaseolus vulgaris cv. Saxa von mindestens
48 % und ein Mykorrhizawirkungsindex nach Bagyaraj (1994) von 25 vor
(doppelte Wiederholung, n=15).
Angaben zur maximalen Verdünnung
des Verpackungsinhaltes
Das Inokulum sollte zur Erhaltung
der Wirksicherheit mindestens 1:10 und höchstens 1:50 verdünnt werden.
Geringere Verdünnungen können bei mangelhaft gedüngten Jungpflanzen zu
Wachstumsdepressionen führen, höhere Verdünnungen führen gewöhnlich zu
einer längeren Zeitspanne bis zum Eintreten des gewünschten Effektes.
Angaben zur Lagerung und Haltbarkeit
des Inokulums
Das Inokulum ist in der gelieferten
Form ohne Verringerung des Besiedelungspotentials mindestens 1 Jahr haltbar,
kann aber bis zu fünf Jahre nach Verpackung eingesetzt werden. Bei älteren
Inokula können die Besiedelungspotentiale reduziert sein, so daß die Verdünnbarkeit
abnimmt. Angebrochene Packungen sollten nicht weiter gelagert werden.
Die Lagerung des Inokulums sollte kühl und trocken erfolgen.
Kontakt
Institut für Pflanzenkultur, Dr. Carolin
Grotkass, Solkau 2, 29465 Schnega
Tel.: 05842-472, Fax: 05842-493, [email protected],
http://www.mykorrhiza.de
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